Heilmittel

Hier möchten wir Ihnen unser Leistungsangebot und unsere Arbeitsweise näher bringen und versuchen die teilweise verwirrenden Bezeichnungen der konservativen Medizin zu erläutern. Unter Kassenleistungen finden Sie die „anerkannten“ Techniken, die jede Kasse nach ärztlicher Verordnung übernimmt. Unter Privatleistungen finden Sie speziellere Techniken die nicht so bekannt sind, deren Wirkung aber den Kassenleistungen in nichts nachsteht. Meistens werden Aspekte der Privatleistungen in jede „normale“ Behandlung mit eingebaut.

Kassenleistungen

Krankengymnastik

In der Krankengymnastik werden verschiedene Therapieformen zur Behandlung eingesetzt. Der Therapeut stellt aus unterschiedlichen Massagetechniken, manuellen Therapieformen und/oder gymnastischen Übungen individuell für den Patienten das notwendige Programm zusammen. Oft werden spezielle Übungen eingeübt, die der Patient dann eigenverantwortlich zu Hause fortführen soll.

Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie bezieht sich auf eine Verbesserung der Gelenkmechanik. Gelenksumgebende Strukturen wie Kapsel und Bänder werden sanft mobilisiert. Dadurch werden Blockaden gelöst und schädigendem Gelenksverschleiß vorgebeugt.

Klassische Massagetherapie

Die klassische Massagetherapie gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten Behandlungsformen. Durch die Massage erreicht man eine bessere Durchblutung der Haut/Muskulatur was zur Trophikverbesserung und zum gesteigerten Abtransport von Stoffwechselprodukten führt. Gleichzeitig wirkt die Massage entspannend auf das Nervensystem. Muskulatur sowie Bindegewebe entkrampfen sich und die Heilung des geschädigten Gewebes kann besser ablaufen.

Krankengymnastik nach Bobath

Das Bobath-Konzept wurde Mitte des letzten Jahrhunderts vom Ehepaar Bobath entwickelt. Es wird weltweit bei Patienten mit Schädigungen des Gehirns oder des Rückenmarks angewandt. Dabei handelt es sich mittlerweile weniger um bestimmte Übungen, sondern vielmehr um ein offenes, weitblickendes Konzept, das die neuen Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung integriert.
Die Therapie basiert auf der „Umorganisationsfähigkeit“ des Gehirns. Gesunde Hirnregionen können Aufgaben von erkrankten Arealen übernehmen bzw. neu lernen.
Ziel der Therapie ist es, eine Entwicklung von negativer Spastik zu verhindern bzw. wieder abzubauen und verloren gegangene sensomotorische Funktionen wieder anzubahnen, damit die Betroffenen so gut wie möglich am Alltag teilnehmen können.

Manuelle Lymphdrainage

Die Wirkungsweise der manuellen Lymphdrainage dient hauptsächlich der Entstauung geschwollener Körperregionen. Durch kreisförmige Verschiebetechniken, die mit leichtem Druck angewandt werden, wird überschüssige Gewebsflüssigkeit in das Lymphgefäßsystem verschoben. Die Therapie wirkt überwiegend auf Haut- und Unterhautbereiche und soll keine Mehrdurchblutung, wie die klassische Massage, bewirken. Auch in der Schmerzbekämpfung sowie vor und nach Operationen hilft die Drainage, mit Zellflüssigkeit überladenes Gewebe zu entstauen und somit notwendige Schmerzmittelgabe zu verringern.

Gerätegestützte Krankengymnastik (KGG)

Hierbei handelt es sich um Muskeltraining an speziellen Therapiegeräten. Die Kraftausdauer, die alltagsspezifische Belastungstoleranz und die funktionellen Bewegungsabläufe verbessern sich. Durch kontrolliertes Anleiten und die Führung durch die Geräte werden gefährliche Ausweichbewegungen verhindert und ein sicheres, schonendes Muskeltraining gewährleistet.
Auch Training mit freien Gewichten (Hanteln) gehört zu dieser Therapieform. Das Hanteltraining erfordert gute Koordination und Konzentration, da eine Fehlbelastung mit freien Gewichten schnell zu Schäden am Bewegungsapparat führen kann.

Schlingentisch

Bei der Schlingentisch-Therapie erfährt der Patient eine Erleichterung vieler Bewegungen durch die Aufhebung der Schwerkraft. Es werden der ganze Körper oder Teile des Körpers in Schlingen gehängt. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet.

Fangopackungen/Rotlicht

Sie dienen zum Anwärmen des betroffenen Gewebes vor der Therapie und bereiten es durch gesteigerte Durchblutung auf die Behandlung vor. Dadurch kann der Körper die vom Therapeuten gesetzten Reize schneller und besser verarbeiten.

Eis-/Kältekompressen

Hierbei handelt es sich um schmerzstillende Kühlung entzündeter Gelenke. Die Kühlung hemmt die Schmerzrezeptoren und übersteigerte Entzündungsprozesse werden durch eine verminderte Durchblutung etwas reduziert. Die individuelle Eisabreibung betroffener Gewebe wird – wenn nötig – während einer Krankengymnastikeinheit durchgeführt.

Ultraschalltherapie

Mit Ultraschallwellen einer Frequenz von 800 – 3000 MHz wird eine Tiefenwärme im Gewebe erzeugt. Es werden gelenksnahe Gewebsschichten wie Kapsel und Bänder erreicht und entspannt. Der Zellstoffwechsel wird verbessert und die Regeneration der betroffenen Strukturen verbessert sich.

Elektrotherapie

Bei der Elektrotherapie werden niederfrequente und mittelfrequente Ströme mittels Elektroden über die Haut in die betroffenen Gebiete gebracht. Sie bewirken je nach Frequenz eine schmerzstillende bis stimulierende Reaktion.

Krankengymnastik bei Cranio-Mandibulärer-Dysfunktion (CMD)

Bei dieser Art von Therapie werden Störungen und Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks behandelt, welche sich z.B. durch „Knirschen“ oder traumatische Ereignisse entwickeln. Des Weiteren werden Zusammenhänge und Ursachen für das Kieferknacken und Wechselwirkungen mit der Halswirbelsäule behandelt. Ein wichtiger Ansatz innerhalb der Behandlung ist die Entspannung der Kiefer- und Nackenmuskulatur, da dies oft die Ursache für Kopf-, Gesichts- und Zahnschmerzen ist.

Privatleistungen

Myofasciale Integration

Diese Therapieform ist Teil der osteopathischen Ausbildung und bezieht sich auf Störungen zwischen dem Muskel (Myo) und seiner ihm umgebenden Hülle (Fascie).
Oft kommt es zu schmerzhaften Verklebungen, wodurch durchtretende Nerven und Gefäße komprimiert werden. Diese Verklebungen zu lösen und die Funktion der betroffenen Struktur wieder herzustellen ist Ziel dieser nicht immer schmerzfreien Therapie.

F.O.T.T. (Fazio Oraler Trakt Therapie) nach Kay Coombes

Diese Technik wurde zur Behandlung schädelhirntraumatisierter Patienten entwickelt um deren Sprache und Schluckfunktion zu verbessern. Viele neurologische Patienten haben Probleme in diesem Bereich. Es geht hierbei um die Behandlung des Gesichtes (Fazio) und des Mund-/Rachenraumes (Oral). Die Therapieform gehört eigentlich in den Bereich der Logopädie. Aber auch bei der Therapie orthopädischer Kiefergelenksprobleme kann diese Technik gute Erfolge aufweisen.

Integrale Physikalische Medizin

Prof. Joachim Winter entwickelte aus seiner jahrelangen physiotherapeutischen und wissenschaftlichen Arbeit ein umfangreiches und detailliertes Therapiekonzept, das zielorientiert und tiefgreifend wirkt.
Es basiert auf einer genauen Diagnostik, welche durch Tests in den verschiedenen Hautsegmenten (Dermatome) durchgeführt wird und die für den Schmerz ursächliche Struktur enttarnt. Die kausale Ursache und der Ort des Schmerzes sind nicht unbedingt identisch, da es viele neuronale Verschaltungsmöglichkeiten gibt. Durch ständiges Kontrollieren der Auswirkungen einer Probebehandlung ergibt sich ein klares Bild der Problematik. Mit Hilfe von speziellen, sanften Techniken richtet sich die Behandlung nun gezielt auf die „Täterstruktur“ und gibt dem Körper somit die Möglichkeit die Fehlschaltungen des Nervensystems zu korrigieren.
Die IPM ermöglicht dem Therapeuten alle Strukturen des Körpers positiv zu beeinflussen. Auch die inneren Organe können so reguliert werden und verbessern ihre Funktion nachhaltig.

Wirbeltherapie nach Dorn

Diese von Dieter Dorn entwickelte Methode zielt auf die gleichmäßige Ausrichtung von Becken und Wirbelsäule ab, ohne chiropraktische Techniken anzuwenden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Beinlänge, um eine optimale Basis für den Sitz der Hüftgelenke bzw. des Beckens zu schaffen. Die Stellung der Wirbelsäule ist bei dieser Methode wichtig, da diese das Rückenmark schützt und des weiteren Einfluss auf die austretenden Spinalnerven hat und somit Störungen in den Versorgungsgebieten und Schmerzen verursachen kann.

Kinesiotaping

Die Methode des Kinesiotaping zielt darauf ab, durch gezielt angelegte Tapestreifen, eine bestimmte „Information“ über die Haut an die darunter liegenden Strukturen (Muskeln, Bänder, Sehnen, etc.) zu leiten. Grundlegend wird es zur Schmerzreduktion und zur Aktivierung oder Entspannung von Muskeln verwendet. Des Weiteren kann es auch zur Stabilisierung und für einen besseren Lymphabfluss verwendet werden. Es sind keinerlei Wirkstoffe oder Ähnliches eingearbeitet und im Vergleich zum klassischen Tape ermöglicht es volle Bewegungsfreiheit.